Die Entstehungsgeschichte des NaKu- Frischhaltesackerls

Ein Interview mit den Geschäftsführer von NaKu:


Wie kamen Sie auf die Idee Plastikbeutel aus natürlichem Kunststoff herzustellen?

Ich habe Kunststofftechnik in Leoben studiert und schon während des Studiums habe ich mich mit biologischen Rohstoffen für die Kunststoffherstellung beschäftigt. Uns ist wichtig alle Produkte frei von Schadstoffen zu halten, um die Gesundheit des Menschen zu schützen.

Die tatsächliche Entscheidung die NaKu-Sackerl zu entwickeln, fiel als unsere Söhne fragten was wir denn eigentlich gegen die fortschreitende Umweltbelastung tun. Als unser älterer Sohn erklärte „ob eine Idee gut ist oder nicht, kommt drauf an wer zuhört“ haben wir beschlossen es ist Zeit tatsächlich etwas zu unternehmen.

Nach zwei Jahren Forschung konnten wir unseren nachhaltigen Plastikbeutelim Sinne des Kreislaufprinzips produzieren. 

 

Können Sie das Kreislaufprinzip genauer erklären?

Pflanzen wachsen durch Photosynthese, in dem sie CO2 aus der Luft absorbieren. Dabei wird lebensnotwendiger Sauerstoff produziert und Treibhausgase reduziert. Wenn die Pflanze stirbt und verrottet, wird sie wieder in ihre Bestandteile Wasser und CO2 zerlegt und dient als Basis für neue Pflanzen. Dieses Prinzip der nachwachsenden Ressourcen ist die Ausgangsidee für natürliche Kunststoffe.

Die NaKu-Sackerl sind biologisch vollkommen abbaubar. Unter den richtigen Bedingungen von Wind, Wetter und Bakterien können die Beutel innerhalb mehrerer Wochen bis Monate komplett abgebaut werden.

Die Generation, die den Abfall produziert, soll sich auch um ihn kümmern. Das bedeutet wir geben der Natur nur zurück, was wir auch entnommen haben und tragen so in großem Maße zur Entlastung der Umwelt bei. Allein die Produktion spart im Vergleich zu herkömmlichen Polyethylenbeutel 30 Prozent CO2.

 

Seit wann gibt es den NaKu-Beutel im Handel?

Wir haben unsere Firma 2007 mit dem NaKu-Beutel gegründet. Es war uns wichtig, eine qualitativ hochwertige und zukunftsorientierte Verpackungslösung anzubieten.

 

Und warum gibt es ihn noch nicht überall?

Um ein Produkt in den Handel zu bringen, muss es Nachfrage dafür geben.

Die Herausforderung ist es, dem Kunden eine Alternative zu herkömmlichen Plastikbeuteln zu bieten, bei der er keinen Verlust von Annehmlichkeiten erlebt. Unsere Beutel müssen nicht nur ähnlich aussehen, sondern auch genauso stabil und wasserabweisend sein. Erst wenn man ihn angreift, merkt man, dass er sich anders, samtiger, anfühlt.

 

Woher beziehen Sie die verwendeten Rohstoffe?

Unsere Philosophie ist es so kurze wie mögliche Transportwege zu haben. Aus diesem Grund verwenden wir Mais- und Kartoffelstärke. Wobei ich sagen muss, dass z.B. auch Reisstärke sehr gut zu verarbeiten wäre.

Nachwachsende Rohstoffe sind eine unerschöpfliche Rohstoffquelle, die im Gegensatz zu Erdöl nicht knapper und teurer wird. Gerade wenn man europäische Rohstoffe nimmt,  wachsen sie praktisch vor der Haustür und haben sehr kurze Transportwege zu unserer Produktion in Österreich. Einen weiteren positiven Aspekt hat die Verwendung von europäischer Stärke, da sie eine Einnahmequelle für Landwirte darstellt, die sonst Subventionen für ihre brachliegenden Felder bekommen würden. In Zukunft wollen wir immer mehr Stärke aus Österreich beziehen, um den Kreislauf noch regionaler zu gestalten.

 

Wie werden NaKu-Beutel gemacht?

NaKu-Beutel bestehen zum größten Teil aus Stärke, die aus gentechnikfreiem Mais gewonnen wird. Die Stärke wird zu einem Granulat aufbereitet und dann zu einer Folie weiterverarbeitet. Aus dieser Folie werden die Sackerl gefertigt und können in Folge auch individuell bedruckt werden.

 

 

Warum bleiben Lebensmittel im NaKu-Beutel länger frisch?

Verarbeitete Stärke ist ein sehr sauerstoffdurchlässiges Material. Im Vergleich zu herkömmlichen Plastikbeutelauf Ölbasis können Lebensmittel in unseren Beuteln atmen und werden von Bakterien und Flughefen aus der Luft geschützt. Das verhindert ein zu schnelles Verderben und verhindert unnötigen Lebensmittelabfall.

(Die BOKU-Studie 2014 können Sie in hier durchlesen.)

 

Wofür ist der NaKu-Beutel geeignet?

Die drei Hauptfunktionen sind erstens das Tragen von Einkäufen, zweitens das Lagern von Lebensmitteln und drittens die Kompostierbarkeit des Beutels nach dem Ende der Verwendbarkeit.  Ein Hauptnutzen ist sicher auch die längere Haltbarkeit von Lebensmittel.

Im Laufe der Jahre sind wir auf immer kreativere Anwendungen des Beutels gekommen, auch weil uns KundInnen von diesen berichteten.

(„25 Dinge, die im Herbst mit dem NaKu-Beutel leichter sind“ können Sie hier nachlesen.)

 

Was hat sich seit der Entwicklung des NaKu-Beutels getan und wie wird es weitergehen?

Es gibt nicht nur mehr den klassischen NaKu-Beutel, sondern auch Gefrier- und kleinere Kinderjausensäcke ohne Henkel – alles in praktischen 10er Rollen. Zusätzlich gibt es noch ein vielfältiges Angebot an Produkten von Schneidbrettern über Jausenboxen bis hin zur Bastelfolie.

Wir haben das Potenzial, Dinge nachhaltig zu verbessern und genau das wollen wir auch weiterhin tun!

 

Hier gehts direkt zum NaKu- Frischhaltebeutel!

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